Donnerstag, 18. Oktober 2012

Zwei Wochen in Mitchell

Nun sind schon zwei Wochen vorbei und wir leben immer noch im Outback. Wir arbeiten beide sehr viel, sechs Tage die Woche und jeden Tag um die neun Stunden. Was machen wir hier so mitten im Nirgendwo? Wir waren am Fluss fischen. Wir waren beide noch nie fischen und haben sechs kleine Fischis gefischt und waren Stolz wie Oskar. Hier wurden wir etwas belächelt, aber das war uns egal. Ein paar Tage später sind wir wieder zum Fluss, aber dieses Mal nicht um zu fischen. Wir waren tuben und Jetski fahren, was extrem viel Spaß gemacht hat! Wir sind auf dem Wasser gedüst und um uns herum die Natur. Als wir ins Wasser gefallen sind, haben wir nur gehofft, dass wir auf keine Wasserschlange oder so fallen. Aber nichts von dem ist passiert. Eine Woche später sind wir noch weiter ins Outback gefahren. Es war ein Grundstück der Aborigines und die Leute hier haben die Erlaubnis das zu benutzen. Es war weitere drei Stunden von hier entfernt. Wir sind dann auf dieses Grundstück und da war nichts. Keine Straße sondern eine Art Weg. Dieser Weg war interessant, besonders daher weil wir zwei große Autos mit jeweils einem Boot hatten. Aber wir sind dann am „Campingplatz“ angekommen. Das war um ca. 7 Uhr. Wir waren zu acht unterwegs und alle tranken ihr erstes Bier bzw. ihren ersten Rum außer Linda und Nena. Ankommen wurde erstmal das nötigste aufgebaut und ausgepackt. Dann sind wir auf die Boote und los gings. Linda und Nena sind zwischendurch immer mal wieder eingedöst aber wir haben auch Fische gefangen. Wir hatten unser erstes Bier um 10 Uhr. Frühstück? Das war zu dem Zeitpunkt noch nicht eingeplant. Also zwei deutsche Mädels auf einem Boot mitten im Outback trinken zum Frühstück um 10 Uhr morgens erstmal ein Bier. Kommentar dazu von den Australiern: You start to adapt tot he Australian Culture. Irgendwann hatten wir dann Hunger. Wir wurden gefragt, ob wir Hühnchen essen und wir bejahten und haben gedacht, dass jetzt Hühnchenscheiben oder so kommt. Aber nein, wir haben ein ganzes Huhn bekommen, aber es war schon gekocht, aber leider noch gefroren. Also gab es Toast mit Käse und gefrorenen Hühnchen. Danach ging es weiter fischen und wir haben wesentlich größere Fische gefangen die manchmal dann im Boot rumgehopst sind. Da kann sich jeder vorstellen wie wir beide im Boot saßen. Linda ist zwischendurch auch mal das Boot gefahren und war der Captain. Was trinken betrifft, es gab eine Flasche Wasser und Bier und Bier und nochmal Bier. Neben Bier gab es dann auch noch Rum. Abends waren alle sehr gut gelaunt und es gab Steak, Würstchen, grünen Salat und Kartoffelsalat-sehr sehr lecker. Nebenbei wurden Wettrennen und den Essplatz veranstaltet. Der Captain namens Noony (ihm gehört das Boot) musste gegen den neuen Captain antreten und das war Linda. Linda hat gewonnen. Linda und Nena haben als einzige ein Zelt bekommen, weil die Anderen meinten, sie sind Australier, sie brauchen kein Zelt. Sie haben in sogenannten Swags geschlafen. Haben wir auch, aber in unserem Zelt. Und das war auch gut so. In der Nacht hat es angefangen zu regnen und alle wurden nass, außer wir. Hier müssen wir zugeben, dass wir da schon etwas Schadenfroh waren. Leider war es nur für eine Nacht und einen Tag. Wir mussten dann zurück zum Pub aber es hat riesig Spaß gemacht. Was wir hier sonst noch so machen? Also eine „main-activity“ ist definitiv Zeit im Pub verbringen und zu trinken. Wir haben hier schon einige lustige Abende verbracht. Und weil wir so zwei nette Mädels sind, werden wir auch immer eingeladen. Und es wäre ja wirklich sehr unhöflich das nicht anzunehmen. So kommt es, dass wir in zwei einhalb Wochen nur einen Tag hatten, an dem wir keinen Alkohol getrunken haben. Das heißt aber nicht, dass wir immer betrunken sind!! Nein, das heißt nur, dass wir hauptsächlich Bier trinken anstatt Wasser. Ja, wir werden hier zu Bierliebhaber. Nena ist gestern kurz in ihrer Pause mit zwei anderen zum Fluss schwimmen gegangen. Dort gibt es keine Straße also muss man durch den Sand fahren und die Wahrscheinlichkeit, dass man stecken bleibt, ist sehr hoch. Wir sind im Sand stecken geblieben. Bis uns jemand von da geholt hat, bzw bis uns jemand gefunden hat, war Nena voll mit Sand und schon eine halbe Stunde zu spät. Wieder zurück musste sie mit Sand überall, im Bikini und Kleid mit Flip Flops bis zum Schluss arbeiten - „Australian Outback Adventure“. Ansonsten unterhalten wir die Menschen gut, besonders wenn Linda anfängt zu lachen. Von der Küche werden wir mit Essen verwöhnt und wir haben gestern nachdem der Pub geschlossen wurde, „Diätkekse“ gebacken. Köstlich!! 
So viel zu unseren Aktivitäten rund um Mitchell. Wir halten euch auf den Laufenden. 
Dori & Nemo

Who can find the Kangaroo?

Way to make a smal fish look big

Wundertoll

!!!PROOOST!!!

Der erste Fisch :D



Kiss the fish


Stolz wie Oskar

Der Polizist des Dorfes später in der Bar: " Wart ihr diejenigen, die so laut gekreischt haben?"

Tuben mitten in der Natur


Jetski 110 km/h

Gute Laune

Captain Linda 

What's going on?????

Dienstag, 2. Oktober 2012

Irgendwo im Nirgendwo...

Spontaner kann es eigentlich gar nicht sein. Noch während wir unseren Erdbeerjob letzte Woche hatten, sind wir los gegangen um uns nach einem Job zu informieren. Wirklich erstmal nur um uns zu informieren. Das dann alles so schnell kommt, hätten wir in unseren Träumen nicht gedacht. Also wie schon gesagt, sind wir zu einer Jobauskunft gegangen un haben nach Jobs gefragt. Die erste Frage war natürlich, was stellt ihr euch unter eurem neuen Job vor. Unsere Antwort war : wir wollen unbedingt mal aus der Stadt raus, am besten Mitten im Outback. Kaum hat Patrick (so heißt der nette Herr, der uns den Job vermittelt hat) unsere Wünsche gehört, meinte er, er hat einen Job für uns. Sofort haben Nena und Linda riesen Glubschaugen bekommen und wussten erstmal nicht mehr was sie sagen sollen. Erst waren wir ein bisschen skeptisch, weil wir dachten, das wir von den 300 Dollern, die wir die Woche bekommen auch Unterkunft und Essen bezahlen müssten. Müssen wir aber nicht. Nach einem kurzen Bewerbungsgespräch übers Telefon und der ausführlichen Belehrung über die Gesetzte des Alkohols rund um die Bar hatten wir den Job in der Tasche.
Allerdings hatten wir noch ein Problem, wir hatten ja noch unseren Erdbeerjob am laufen und konnten den nicht einfach hinschmeißen. Aber auch für das haben wir ein Lösung gefunden, wir haben gesagt, wir arbeiten die Woche noch bis zum Ende durch und steigen dann Freitag gleich nach der Arbeit in den Bus nach irgendwo ins Nirgendwo.
Dieses so genante Nirgendwo liegt ca. 600 km ins Landesinnere auf der Höhe von Brisbane und heißt Mitchell. Mitten im Outback. Wir hatten wirklich keinen blassen schimmer, was uns erwarten wird. Freitag Nacht so um eins sind wir nach 6 Stunden Fahrt endlich in Mitchell angekommen. Unüberraschenderweise war es zu der Zeit ziemlich dunkel und wir konnten noch nicht wirklich viel erkennen. Also haben wir nach unserer Ankunft erstmal nur das Innere des Hotels kennengelernt. Das sogenannte Hotel hat ca 20 Zimmer und ist noch nicht ausgebaut, das heißt es gibt auch noch nicht wirklich Gäste die hier übernachten. Von den Zimmern sind zwei Zimmer mit den wichtigsten Dingen versehen, die man zu wohnen Braucht. Bett, Schrank und ein kleiner Spiegel. In einem der beiden Zimmer wohnen Nena und Linda und in dem anderen hat zur Zeit unserer Ankunft noch eine andere Deutsche gewohnt.
Jetzt denkt man natürlich, wenn es noch keine ausgebauten Zimmer gibt, was soll man da dann arbeiten. Unten im Erdgeschoss gehört zu dem Hotel noch ein Pub und eine Küche. Die ersten Zwei Tage haben Nena und Laura ( die andere Deutsche) in der Bar gearbeitet und Linda in der Küche.  In der Bar ist klar was zu tun ist. Immer nett und freundlich sein und die Gäste nach ihren Wünschen bedienen. Allerdings ist es manchmal nicht so einfach die Bestellung entgegen zu nehmen, wenn man sie nicht so gut versteht. Die Küchenarbeit bestand darin Dinge zu schnippeln, abzuwaschen und immer da zu helfen, wo gerade Hilfe gebraucht wird. Der Koch in der Küche heißt Nick und kommt aus Napoli. Nickt lebt seit 4 Jahren schon in Australien und hat eine Ausbildung zum Koch gemacht.
Mitchell ist ein kleines Dorf mit um die 1000 Einwohnern. Die Dauer des Spaziergangs einmal durchs Dorf beträgt 15 bis 20 Minuten. Es ginb eine Post, einen Bäcker, einen Ramschladen, ein Immobilien Büro und natürlich ein Supermärktchen. Obwohl wir beide nur am Rande von Berlin wohnen (die Eine mehr, als die Andere), kommen wir uns schon ein wenig so vor, als wären wir richtige City Girls. Aber das macht nichts. Alle sind sehr nett zu uns.
Aber das ist genau das was wir wollten. Wir fühlen uns hier wohl und wurden gut von der Familie aufgenommen. Das Deutsche Mädchen, von dem wir geredet haben, ist nach zwei Tagen, die wir hier waren abgehauen ohne sich wirklich bei jemandem zu verabschieden. Wer weiß woran es lag. Wahrscheinlich waren wir ihr zu positiv gegen ihre negative Einstellung allem gegenüber. Jetzt ist sie auf jeden Fall weg und wir genießen unsere Zeit hier.
Bis jetzt sind unsere Arbeitszeiten gut verteilt und ab und zu haben wir auch mal zusammen frei. Ach ja das wurde ganz vergessen zu sagen. Nachdem Laura gegangen ist, wurde Linda auch in die Bar eingearbeitet und die Familie ist auf der suche nach einer neuen  Küchenhilfe. Mal sehen wer da kommt!?
Neben unserem Job als Barkeeperin, müssen wir auch den Entertrainer spielen. Dazu gehört dann auch Karaoke...Die "besten" Sänger vom Dorf hatten sich in dem Pub versammelt und es wurde los geträllert. Linda und Nena haben unter anderen auch gesungen. Es war sehr lustig und alle haben gelacht.
Vorgestern haben Linda und Nena ganz viele Kangaroos gesehen, schwarze, rote und graue. Süße und schöne Tiere mitten in der Natur und nicht im Zoo. Für uns war das etwas besonderes, für die Einwohner hier überhaupt nicht.
Jetzt werden wir fischen gehen und heute Abend arbeiten wir wieder.
Haudiho!
Dori & Nemo