Dienstag, 15. Januar 2013

Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr


Linda hat noch in Townsville morgens eine SMS bekommen in der stand „Sorry Mädels, ich kann nicht länger warten, ich muss jetzt zur Arbeit“. Wir wurden etwas hektisch und haben erstmal nachgeguckt was wir denn in der letzten Nachricht geschrieben haben. Dieses Mal waren wir nicht Schuld, wir haben geschrieben dass wir um fünf Uhr Nachmittags ankommen und nicht um fünf Uhr morgens. Zac hat uns dann um fünf Uhr Nachmittags an der Bushaltestelle abgeholt. Er hat nur über das Missverständnis seinerseits gelacht. Zac ist 23 Jahre alt und arbeitet bei der Navi. Er wohnt etwas außerhalb von Cairns, in Mooroobool in einer Gated Community. Diese besteht aus vielen Apartements und mehreren Pools, wobei ein Pool genau vor seinem Apatement ist. Diesen Pool haben wir sehr genossen und regelmäßig benutzt. Der Haushalt war ein typischer Männerhaushalt, der nur so zum Gammeln und relaxen eingeladen hat. Nach ein paar Tagen chillen, grillen, Kästen killen, hat uns ein Freund, der zu der Zeit in der Nähe von Cairns (Atherton) gearbeitet hat, abgeholt und uns zu Subway eingeladen. Wir wussten nicht was wir machen sollen, deswegen sind wir dann ins berühmte Casino von Cairns gegangen. Wir wurden zu Weihnachtswichteln gemacht und so sind wir dann ins Casino. Wir haben auch ein bisschen gezockt, gespielt bzw. gegambelt aber natürlich nicht mit unserem eigenen Geld, weil wo sollte das denn her kommen?! Nachdem wir  Moodys Geld verloren haben, sind wir zur Bar und haben da den Abend ausklingen lassen. Am nächsten Morgen holte uns Moody um sechs Uhr von Zac ab. Zac kam zu dieser Zeit nach Hause. Es ging in den Regendwald, der Daintree genannt wird. Bilder sprechen mal wieder mehr als Worte. Der Regenwald ist faszinierend. Dort haben wir den gesamten Tag verbracht und uns alle Strände und Aussichtspunkte  angeguckt. Auf dem Plan von unserem Wochenende stand als nächster Punkt Mission Beach. Dort sind wir dann wieder recht früh hingefahren. Wir  hatten von Mission Beach mehr Trubel erwartet, aber es ist ein schöner Ort zum Leben mit einem wunderschönen Strand. Wir blieben nicht all zu lange. Das Highlight war der Cassowary Bird. Dieser Vogel ist der gefährlichste Vogel der Welt und hat schon mehrere Menschen getötet. Wir hatten Glück…das war ein Witz. Die nächsten Tage verbrachten wir mit schwimmen, essen, gammeln, Filme gucken, trinken und lachen. Zacs Freunde waren sehr großzügig und haben uns zu Macces und Domino Pizza eingeladen.  Am Ende unseres Aufenthaltes bei Zac ist er mit uns zu den nahegelegenen Josefine Falls gefahren. Dort sind wir schwimmen gegangen und Nena ist ausgerutscht…der Wasserfall ist sehr beeindruckend. Unsere Sachen wurden gepackt, mal wieder wurde es nicht weniger und auch nicht leichter und Moody holte uns ab. Da wir noch ein wenig Zeit hatten bevor wir zur Farm gefahren sind. Jetzt fragt ihr euch bestimmt „ohh  ahhhh welche Farm?!“ Tja das kommt erst im nächsten Eintrag. Jedenfalls sind wir in irgendeinen Kinofilm der zu dieser Zeit gerade lief. Es stellte sich heraus, dass es ein Chickflick für Kinder von 12-14 Jahre war. Das mit dem Alter haben wir gemerkt als wir das Kino verließen, da wir mindestens zwei Köpfe größer waren als jeder andere in diesem Kino. Und das soll schon was heißen.  Danach sind wir Richtung Mareeba und haben einen Zwischenstop bei den Barron Falls gemacht. Wieder ein schöner Wasserfall. Hier gibt es sehr viele Wasserfälle in der Gegend. Danach fuhr uns Moody zu unserer Farm. Wir verabschiedeten uns von ihm und sahen uns unseren neuen Aufenthaltsort genauer an. Dazu mehr beim nächsten Eintrag.
Sonnige, regnerische wie auch schwüle Grüße aus Cairns wo wir eigentlich schon mitten in der Regenzeit sein sollten, aber es jetzt langsam anfängt.
Dori & Nemo
Lookout Punkt Daintree

Cassowary

Moody und Linda in Mission Beach



Guck guck
Daintree - Regenwald



Wazinga


Es sieht aus wie ein A...loch hihi




Der Regenwald grenzt direkt an den Strand

Whaaaaaat uuuuuup

Cape Tribulation





Wir haben uns lieb...

Josefine Falls




Samstag, 5. Januar 2013

Fische lassen ihre Wanderschuhe dampfen


Nachdem wir unerwarteter Weise von unserem älteren Couchsurfer in Airlie Beach abgeholt wurden, sind wir bevor wir zu ihm nach Hause gefahren sind noch grundlegende Nahrungsmittel zum Überleben einkaufen gegangen. Unteranderem eine 1kg Packung Bacon. Was tut man nicht alles um zu sparen.  Bei John zu Hause angekommen haben wir unser kleines aber ausreichendes Zimmer mit einem Doppelbett sofort bezogen und uns ausgebreitet. Noch dazu hatten wir unser eigenes Badezimmer mit einer unbeschreiblich großen Dusche. Am ersten Abend, waren wir so müde von unserem Segeltrip, das wir nur eine Packung Fertignudeln gegessen haben und dann schlafen gegangen sind. „Morgens“ sind wir dann erst um 12 aufgewacht. Beim Frühstück machen, Toast und Marmelade, haben wir einen Zettel gesehen, der an uns gerichtet war. Auf dem Zettel stand, dass der Schlüssel, der nebenbei lag, der Schlüssel zum Pool ist. Da haben wir natürlich gleich große Augen bekommen. Uns war vorher noch kein Pool aufgefallen, also haben wir das ganze Haus nach einem Pool durchsucht, konnten aber keinen finden. Wir kamen uns ziemlich doof vor und haben John deshalb auch nicht weiter darauf angesprochen. Später als John von seiner morgendlichen Rundfahrt auf seinem Motorrad wieder kam, hat er uns gefragt, ob er uns Townsville ein wenig zeigen soll. Wir haben natürlich nicht nein gesagt und sind dann auf den großen Berg mitten in der Stadt gefahren. Von dem aus man eine fantastische Aussicht über ganz Townsville hatte. Wir waren so froh, dass er uns mit dem Auto den Berg hochgefahren hat, weil es so unbeschreiblich heiß an dem Tag war, dass wir es nicht überlebt hätten dort hoch zu laufen.  John war nicht wirklich gesprächig. Er hat uns alle unsere Fragen beantwortet, aber nie wirklich Gegenfragen gestellt. Daher wussten wir auch nicht, dass er keine Kartoffeln essen konnte.  Das haben wir leider erst herausgefunden, als wir unsere Bratkartoffeln mit Speck fertig hatten. Er hat sie trotzdem gegessen und sehr genossen. Am Abend nach dem Essen, haben wir uns dann doch ein bisschen mit ihm unterhalten und er hat uns ein bisschen von seinen Reisen und wie er Weihnachten verbringt erzählt. Für den nächsten Tag haben wir uns dann entschieden nach Magnetic Island zu fahren. John hat uns morgens um halb zehn zur Fähre gefahren.  Die Frau am Informationsschalter war etwas unfähig und meint, dass der Bus 7 Dollar kostet. Daraufhin haben wir uns entschieden, dass wir nicht 7 Dollar bezahlen um zwei Kilometer mit dem Bus zu fahren. Also sind wir los gewandert. Am heißesten Tag im Dezember seit mehreren Jahren. Ja Dori und Nemo sind fast ausgetrocknet. Wir hatten nur einen Liter Wasser, der uns geradeso durch die ersten vier Kilometer auf und ab gebracht hat. Danach mussten wir uns erst mal in einer Bushaltestelle ausruhen. Und wie sollte es sein, die Person, die mit uns in der Bushaltestelle saß war auch deutsch. Den deutschen kannst du in Australien nicht ausweichen. Die sind überall. Das Mädchen kam aus der anderen Richtung. Allerdings hatte sie nur ein Kleidchen und Flipflops an. Wir waren sehr glücklich über unsere Wanderschuhe. Die waren zwar warm aber definitiv notwendig. Da wir aber wie schon gesagt kein Wasser mehr hatten, mussten wir uns irgendwie welches besorgen. Der einzige Ort wo es Wasser zu kaufen gibt, war der, wo all die Hostels sind direkt am Strand. Nicht mal auf halbem Weg haben wir uns entschieden, dass es uns zu weit ist. Wir haben Ausschau nach jemandem in seinem Garten gehalten und auch sofort jemanden gefunden, der seinen Garten gesprengt hat. Wir haben so dreist wie wir sind, einfach gefragt, ob wir Wasser von ihm bekommen können. Da Australier nett sind, hat er sofort ja gesagt. Nicht drei Häuser weiter, wieder auf dem Rückweg zum nächsten Wanderpfad, war unsere Flasche wieder leer. Nach kurzem Zögern wir sind zurück gelaufen um unsere Flasche ein weiteres Mal aufzufüllen. Daraufhin meinte er nur, wenn wir nochmal Wasser brauchen und er nicht da ist, sollen wir einfach seinen Wasserhahn benutzen.  Bevor wir dann auf unsere letzte Teilwanderung gegangen sind haben wir uns ein weiteres Mal an der  Bushaltestelle ausgeruht um unsere letzten Energiereserven abzurufen. Nachdem die Belüftung der Käsefüße beendet war ging es los. Einen Schritt vor den anderen meisterten wir auch diesen Wanderpfad. Auf dem weg haben wir einen weiteren deutschen getroffen als er gerade nach oben in einen Baum geguckt hat. Natürlich waren wir neugierig, was er da so interessiert  beobachtet. Es war ein Koalabär. Nena hat angefangen eins zwei Bilder zu machen. Linda konnte aber nicht genug bekommen und hat mindesten 2 Mijon Bilder gemacht. In der Zeit hat Nena sich noch ein wenig unterhalten. Der Deutsche, nein er hat keinen Namen, hat mit uns die Wanderung zu Ende gebracht. Nach ca. ein und einer halben Stunde hatten wir es dann geschafft und konnten sagen, das sich die Anstrengung auf jeden Fall gelohnt hat. Um die schon eingeplante Wallabie Fütterung zeitlich zu schaffen, mussten wir dann den Bus bis zum nächsten Strand, der Ort der Fütterung, nehmen. Diese Tiere sind die süßesten kleinen Tiere der welt und sie hatten sogar kleine, zuckersüße Babies. Diesmal konnte auch Nena nicht genug vom Bilder knipsen bekommen. Beim Füttern haben wir, wie soll es anders sein noch weitere Deutsche getroffen.
Die letzten Meter bis zur Fähre sind wir dann nochmal gewandert. Glücklicher weise Konnte uns John direkt von der Fähre am Festland abholen.  Wieder bei ihm zu Hause hatten wir einen Bären Hunger und haben uns gleich ans essen machen gemacht. Wir haben Nudeln mit Tomatensauce und jeder Menge Speck gemacht.  Wie immer wenn Linda und Nena kochen ein gaumenschmaus. Nach noch einer netten Unterhaltung mit John sind wir dann auch gleich in Bett gegangen.
Am nächsten Morgen hat John uns zum Bus gefahren, den wir mal wieder nur knapp geschafft haben.  Die Abfahrtszeit war 12 Uhr und eigentlich gut zu schaffen. Dank John haben wir ihn ja auch geschafft und konnten uns auf den weg nach Cairns machen.
Aussicht von Magnetic Island

Koalabär in freier Wildbahn


Der Deutsche und irgendwas Historisches





Viele süße kleine Wallabies

Auch den Verkehr haben wir unter Kontrolle

Ein Vogel. der ist rosaaa. Ein Mädchenvogel

John

Townsville

Die hübsche Nena beim wandern



In Australien liegt das Bier sogar auf der Straße


"Das ist eine tote Fledermaus." "Nee, das ist ein Kuscheltier...Ihh das ist wirklich eine tote Fledermaus"




Wanderstimmung