Nachdem wir unerwarteter Weise von unserem älteren
Couchsurfer in Airlie Beach abgeholt wurden, sind wir bevor wir zu ihm nach
Hause gefahren sind noch grundlegende Nahrungsmittel zum Überleben einkaufen
gegangen. Unteranderem eine 1kg Packung Bacon. Was tut man nicht alles um zu
sparen. Bei John zu Hause angekommen
haben wir unser kleines aber ausreichendes Zimmer mit einem Doppelbett sofort
bezogen und uns ausgebreitet. Noch dazu hatten wir unser eigenes Badezimmer mit
einer unbeschreiblich großen Dusche. Am ersten Abend, waren wir so müde von
unserem Segeltrip, das wir nur eine Packung Fertignudeln gegessen haben und
dann schlafen gegangen sind. „Morgens“ sind wir dann erst um 12 aufgewacht.
Beim Frühstück machen, Toast und Marmelade, haben wir einen Zettel gesehen, der
an uns gerichtet war. Auf dem Zettel stand, dass der Schlüssel, der nebenbei lag,
der Schlüssel zum Pool ist. Da haben wir natürlich gleich große Augen bekommen.
Uns war vorher noch kein Pool aufgefallen, also haben wir das ganze Haus nach
einem Pool durchsucht, konnten aber keinen finden. Wir kamen uns ziemlich doof
vor und haben John deshalb auch nicht weiter darauf angesprochen. Später als
John von seiner morgendlichen Rundfahrt auf seinem Motorrad wieder kam, hat er
uns gefragt, ob er uns Townsville ein wenig zeigen soll. Wir haben natürlich
nicht nein gesagt und sind dann auf den großen Berg mitten in der Stadt
gefahren. Von dem aus man eine fantastische Aussicht über ganz Townsville
hatte. Wir waren so froh, dass er uns mit dem Auto den Berg hochgefahren hat,
weil es so unbeschreiblich heiß an dem Tag war, dass wir es nicht überlebt
hätten dort hoch zu laufen. John war
nicht wirklich gesprächig. Er hat uns alle unsere Fragen beantwortet, aber nie
wirklich Gegenfragen gestellt. Daher wussten wir auch nicht, dass er keine
Kartoffeln essen konnte. Das haben wir
leider erst herausgefunden, als wir unsere Bratkartoffeln mit Speck fertig
hatten. Er hat sie trotzdem gegessen und sehr genossen. Am Abend nach dem
Essen, haben wir uns dann doch ein bisschen mit ihm unterhalten und er hat uns
ein bisschen von seinen Reisen und wie er Weihnachten verbringt erzählt. Für
den nächsten Tag haben wir uns dann entschieden nach Magnetic Island zu fahren.
John hat uns morgens um halb zehn zur Fähre gefahren. Die Frau am Informationsschalter war etwas
unfähig und meint, dass der Bus 7 Dollar kostet. Daraufhin haben wir uns
entschieden, dass wir nicht 7 Dollar bezahlen um zwei Kilometer mit dem Bus zu
fahren. Also sind wir los gewandert. Am heißesten Tag im Dezember seit mehreren
Jahren. Ja Dori und Nemo sind fast ausgetrocknet. Wir hatten nur einen Liter
Wasser, der uns geradeso durch die ersten vier Kilometer auf und ab gebracht
hat. Danach mussten wir uns erst mal in einer Bushaltestelle ausruhen. Und wie
sollte es sein, die Person, die mit uns in der Bushaltestelle saß war auch
deutsch. Den deutschen kannst du in Australien nicht ausweichen. Die sind
überall. Das Mädchen kam aus der anderen Richtung. Allerdings hatte sie nur ein
Kleidchen und Flipflops an. Wir waren sehr glücklich über unsere Wanderschuhe.
Die waren zwar warm aber definitiv notwendig. Da wir aber wie schon gesagt kein
Wasser mehr hatten, mussten wir uns irgendwie welches besorgen. Der einzige Ort
wo es Wasser zu kaufen gibt, war der, wo all die Hostels sind direkt am Strand.
Nicht mal auf halbem Weg haben wir uns entschieden, dass es uns zu weit ist.
Wir haben Ausschau nach jemandem in seinem Garten gehalten und auch sofort
jemanden gefunden, der seinen Garten gesprengt hat. Wir haben so dreist wie wir
sind, einfach gefragt, ob wir Wasser von ihm bekommen können. Da Australier
nett sind, hat er sofort ja gesagt. Nicht drei Häuser weiter, wieder auf dem
Rückweg zum nächsten Wanderpfad, war unsere Flasche wieder leer. Nach kurzem
Zögern wir sind zurück gelaufen um unsere Flasche ein weiteres Mal aufzufüllen.
Daraufhin meinte er nur, wenn wir nochmal Wasser brauchen und er nicht da ist,
sollen wir einfach seinen Wasserhahn benutzen.
Bevor wir dann auf unsere letzte Teilwanderung gegangen sind haben wir
uns ein weiteres Mal an der Bushaltestelle
ausgeruht um unsere letzten Energiereserven abzurufen. Nachdem die Belüftung
der Käsefüße beendet war ging es los. Einen Schritt vor den anderen meisterten
wir auch diesen Wanderpfad. Auf dem weg haben wir einen weiteren deutschen
getroffen als er gerade nach oben in einen Baum geguckt hat. Natürlich waren
wir neugierig, was er da so interessiert
beobachtet. Es war ein Koalabär. Nena hat angefangen eins zwei Bilder zu
machen. Linda konnte aber nicht genug bekommen und hat mindesten 2 Mijon Bilder
gemacht. In der Zeit hat Nena sich noch ein wenig unterhalten. Der Deutsche,
nein er hat keinen Namen, hat mit uns die Wanderung zu Ende gebracht. Nach ca.
ein und einer halben Stunde hatten wir es dann geschafft und konnten sagen, das
sich die Anstrengung auf jeden Fall gelohnt hat. Um die schon eingeplante
Wallabie Fütterung zeitlich zu schaffen, mussten wir dann den Bus bis zum
nächsten Strand, der Ort der Fütterung, nehmen. Diese Tiere sind die süßesten
kleinen Tiere der welt und sie hatten sogar kleine, zuckersüße Babies. Diesmal
konnte auch Nena nicht genug vom Bilder knipsen bekommen. Beim Füttern haben
wir, wie soll es anders sein noch weitere Deutsche getroffen.
Die letzten Meter bis zur Fähre sind wir dann nochmal
gewandert. Glücklicher weise Konnte uns John direkt von der Fähre am Festland
abholen. Wieder bei ihm zu Hause hatten
wir einen Bären Hunger und haben uns gleich ans essen machen gemacht. Wir haben
Nudeln mit Tomatensauce und jeder Menge Speck gemacht. Wie immer wenn Linda und Nena kochen ein
gaumenschmaus. Nach noch einer netten Unterhaltung mit John sind wir dann auch
gleich in Bett gegangen.
Am nächsten Morgen hat John uns zum Bus gefahren, den wir
mal wieder nur knapp geschafft haben.
Die Abfahrtszeit war 12 Uhr und eigentlich gut zu schaffen. Dank John
haben wir ihn ja auch geschafft und konnten uns auf den weg nach Cairns machen.
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| Aussicht von Magnetic Island |
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| Koalabär in freier Wildbahn |
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| Der Deutsche und irgendwas Historisches |
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| Viele süße kleine Wallabies |
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| Auch den Verkehr haben wir unter Kontrolle |
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| Ein Vogel. der ist rosaaa. Ein Mädchenvogel |
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| John |
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| Townsville |
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| Die hübsche Nena beim wandern |
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| In Australien liegt das Bier sogar auf der Straße |
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| "Das ist eine tote Fledermaus." "Nee, das ist ein Kuscheltier...Ihh das ist wirklich eine tote Fledermaus" |
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| Wanderstimmung |