Samstag, 2. Februar 2013

Nur die Hartn komm' in Garten

Auf der Farm angekommen, begrüßte uns erstmal der Farmer und betrachtete uns etwas skeptisch. Er fragte auch sofort nach, ob wir wirklich viel arbeiten können. Doch wir wussten von Anfang an, dass wir viel und hart arbeiten müssen, aber wir wollten auch das Fuitpicking ausprobieren und diese Erfahrung gemacht haben. Fruitpicking ist eine typische Arbeit, die viele Backpacker machen. Hiezu braucht man keine besonderen Englischkenntnisse und man verdient gut, wenn man in der Lage ist viel zu arbeiten. Nachdem wir unsere Sachen aus dem Auto gepackt haben, und uns von Moody schweren Herzens verabschiedeten haben, zeigte uns der Farmer seine Farm und wo wir die nächste Zeit schlafen und leben werden. Rings um die Scheune und das Familienhaus befanden sich die Mangofelder, auf den wir gearbeitet haben, Limetenfelder, Maisfelder und zwei Lidschi Bäume. Wir haben festgestellt, dass wir keine Lidschis mögen und dass diese aussehen wie Glubschaugen. Außerdem lag die Farm mitten in den Tablelands und somit absolut idylisch gelegen.
Unser Luxuszelt für vier Personen haben wir schnell ohne Hilfe aufgebaut und konnten unser neues Heim einrichten. Die Küche befand sich in der Scheune, wo die Mangos verpackt wurden. Die Küche war gut ausgestattet und bot jede Möglichkeit unseren Kochkünsten freien Lauf zu lassen.
Die Farm war ein italienischer Familienbetrieb und bestand aus Großelten, Onkel, Mutter (Philipinerin), Vater, drei Kindern, drei Hunden, ein Schwein, 10 Hühner, 1 Hahn und vier Katzen wie weitere Kröten und Kriechtiere.
Natürlich mussten wir die Arbeit nicht alleine machen, sondern hatten von drei Italienerin, einem Franzosen, zwei Koreanern und zwei Australiern sowie zwei Deutschen Unterstützung. Die Deutschen haben auf der Farm nur gearbeitet, mit den anderen haben wir zusammen auf der Farm gelebt und uns gegenzeitig über das Essen der Anderen amüsiert Bei den Italienern gab es jeden Tag Barilla Nudeln und bei den Koreanern gab es morgens, mittags, abends Reis. Wir hingegen hatten jeden Tag ungetoastes Toast mit Marmelade und Nudeln mit Tomatensauce. Sehr abwechslungsreich und vielleicht ein wenig einseitig. Die Australier hatten das Glück sich von Mami eindecken zu lassen. Die ersten Abende haben wir mit denen immer UNO gespielt, allerdings mit deutschen Regeln, die sie tierisch aufgeregt haben aber wir hatten lustige Abende. Die Koreaner waren auch sehr nett, bloß leider konnten wir uns mit denen nicht so gut unterhalten, da sie kein englisch sprechen konnten. Allerdings mochten sie uns irgendwie und haben uns einfach Arbeitshandschuhe, Kirschen und "leckere" Bonbons geschenkt. Diese Bonbons, wie könnte es auch anders sein, schmeckten nach MilchREIS. Geschmackssache...
Genug vom Vergnügen, jetzt geht der Spaß erst richtig los.Unser Arbeitstag begann um 6.30 Uhr morgens. Wir wurden mit dem Traktor aufs Feld gefahren und das picken ging los, vom Baum zu Baum, vom Mango zu Mango...Die erste Pause, welche 15 Minuten dauerte, hatten wir um ca. 9.30 Uhr. Die Farmerin brachte mit ihrem Quat und einem Anhänger Sandwiches (Toast, Käse und Ketchup), die wir morgens liebevoll zubereitet haben, mit Kaffee und Tee aufs Feld. Lunch gab es von 12.00 - 13.00 Uhr. Dafür wurden wir wieder zurück zur Scheune mit dem Traktor gefahren um danach wieder aufs Feld zurück zu kehren. Dann gab es um ca. 15.00 Uhr eine 15 Minütige Snackpause. Die Farmerin brachte dann Kekse, Chips, selbstgemachte Limonade und andere Leckerein aufs Feld. Unser Arbeitstag endete jenachdem wie viel Arbeit erledigt werden musste zwischen 17.00-19.00 Uhr. Danach haben wir nur noch geduscht, gegessen, ein wenig UNO gespielt und lagen um 21.00 Uhr auf Befehl des Farmers auch fix und fertig im Zelt. Am nächsten Tag ging es dann ans Packen. Es wurden veschiedenen Aufgaben zugeteilt und unsere Aufgabe war es die Mangos in Kisten zu packen. Die Arbeitszeiten waren die Selben. Somit war immer Picken und Packen abwechselnd.
Da wir gute Arbeit leisteten und der Farmer zufrieden war, hat er der Gruppe ein Bier spendiert. Außerdem hat er uns frische Bananen von der Farm "neben an" mitgebracht. Linda war nicht ganz so begeistert.
Um unseren Eltern zwischendurch doch mal ein Lebenszeichen zu geben, mussten wir etwa 2km von der Farm weg laufen um Empfang zu haben. Wir waren abgeschnitten von der Zivilisation. Allerdings kam Weihnachten immer näher, die wir in Cairns bei Zac unserem Couchsurfer verbringen wollten, und wir hatten immer noch keine Ahnung wie wir dahin kommen sollten. Der Farmer hat uns dann am 24.12 nach Mareeba Zentrum gefahren und gab uns dann den Tipp in einer Bar nachzufragen ob jemand nach Cairns fährt, da der nächste Bus erst in fünf Stunden gefahren wäre. Unter Begleitung des Franzosens hatten wir gleich Glück in der ersten Bar. Der Barkeeper, welcher in seinen Fünfzigern war aber noch dachte im Alter des Partyelite zu sein, nahm uns mit nach Cairns.
Unser Weihnachten bei Zac war recht unspektakulär und hat sich nicht wie Weihnachten angefühlt. Das einzig wirklich weihnachtliche war das Gespräch nach Deutschland mit unserer Familie und Nico (Linda + Nico = <3 ). Am 27. ging es morgens um 5.00 Uhr zurück zur Farm und die Arbeit fing sofort wieder an. Am letzten Tag auf der Farm, 30.12.12, haben wir unseren zweiten und letzten Gehaltscheck entgegen genommen und sind zurück nach Cairns. Noony ist uns besuchen gekommen und hat uns von der Farm abgeholt. Die darauffolgende Woche verbrachten wir mit ihm.

Wir wissen, dass wir in Verzug sind, aber weitere Einträge werden folgen.
Dori&Nemo

Yeahhh.. unser Luxusklo

Dieser Frosch saß direkt hinter dem Klo und hätte uns jede Sekunde bei unseren Geschäft angreifen können
Roxanne, die kleine Tochter des Farmers hat uns auf Schritt und Tritt verfolgt und war sehr traurig, als wir gegangen sind


Die Küche und zwei Italiener (der Hippie und der Koch)

Die Mongo-Mango-Maschine

Unser Arbeitsplatz

Mangofeld

Unser trautes Heim, so soll das sein!!

Unsere Wohlfühloase/Badesalon/KLO/Dusche/Waschraum/Waschbecken/Frösche

Mitten in der Nacht spürte Linda eine Hand an ihrem Po und wurde immer wieder zur Seite gedrückt. Sie wurde wach aber das schieben/drücken hörte nicht auf. "Ey Nena, was solln das?!" Nena erschrak total, weil sie selbst im Halbschlaf war und antwortete "Sorry, Linda, ich dächte das wär dein Rucksack" welcher wohlgemerkt auf Lindas anderen Seite lag

Die Welpen Snoopy und Speedo

Die Arbeitsscheune




Die Mangos waren oftmals noch größer und natürlich reifer

Der Weg zur Farm
Wir waren Wichtel *Merry Christmas* nachträglich

Asiaten sind schon witzig auch im jungem Alter

Wie versprochen....


WE MISS YOU <3

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