Freitag, 29. November 2013

Two weeks on the road



Unsere letzten zwei Wochen in Australien verbrachten wir in einem Campervan und sind im Süd-Westen von Australien herum gereist. Wir sind in etwa 3000km durch die Gegend gegurkt. Das Wetter war sehr durchwachsen, was unseren Plan nicht ganz so zerstört hat, da wir keinen hatten. Was wir wussten, war die ungefähre Route. Wir hatten vor über Hyden (Wave Rock) nach Esperance zu fahren, danach an der Küste entlang über Albany, Denmark und Walpole, dann ins Landesinnere nach Pemberton wo wir auch einen kurzen Abstecher nach Windy Habour gemacht haben, und dann ganz in den Süden an die Küste nach Augusta um dann über Margeret River wieder in den Norden zu fahren. Weiter ging es über Busselton, Bunbury und Mandurah zurück nach Perth. Da wir noch Zeit hatten, sind wir ein Stück in den Norden in den Namburg National Park (Pinnacles) zu sehen. Die letzte Nacht verbrachten wir in Avon Valley und dann ging es zurück nach Perth. Hier eine Schilderung von unserer Seite:
Die Reise begann damit, dass wir unser Chubby Campervan aka Rabbit Punsh bei Travellers Autobarn abgeholt haben. Etliche Papiere unterschrieben und Quizze gelöst, die Reise konnte losgehen. Erster Stop war Coles Supermarket wo wir uns erstmal mit Nudeln und Dosensuppen eingedeckt haben. Wir mussten nicht ein einziges Mal mehr einkaufen gehen. Am selben Tag ging es dann in Richtung Hyden. Wir fuhren fünf Stunden bis es dann dunkel wurde. Wir waren noch nicht ganz in Hyden angekommen, und da wir von vorne rein festgelegt hatten nicht im Dunkeln zu fahren, aufgrund von Kängurus die auf die Straße hüpfen, blieben wir zwischen Kandenin und Hyden neben der Straße auf einem Feld stehen. Da es um 17.30 Uhr bereits Stockdunkel ist, blieb uns nichts anderes übrig als unsere erste Dosensuppe zu essen und früh schlafen zu gehen. Auf der Beifahrerseite im Fußraum war ein kleine Lücke neben einer Leitung, die ins Auto führte. Nena machte einen Scherz, dass durch diese Lücke eine Schlange zu uns ins Auto kriechen kann. Linda beunruhigte das sehr und dies hinderte sie am einschlafen, sodass sie aktiv werden musste. Sie stopfte die kleine Lücke mit Klopapier aus und konnte dann beruhigt schlafen. 
Der darauffolgende Tag hatten wir einen morgendlichen Spaziergang geplant, da wir schon um 6.30 Uhr wach waren. Der Walk hieß Yeerakine Rock Walk. Bei diesem Spaziergang waren wir noch in unserern hübschen Schlafanzügen und zum Glück allein. Auf dem Weg nach Hyden tötete Nena den ersten Vogel, was Linda zutiefst schockierte. Es war auch noch ein schöner Papagei und leider nicht eine hässliche Krähe. In Hyden haben wir uns den berühmten Waverock, Hippos Yawn und die Humps angeschaut. Da diese drei Attraktionen nicht so viel Zeit beanspruchten, hatten wir noch genug Zeit im Hellen vier Stunden nach Esperance zu fahren. Natürlich hatten wir uns keine Gedanken um einen möglichen Schlafplatz gemacht und somit sind wir zu einem Caravan Park gefahren um einmal zu fragen wie teuer es ist. Viel zu teuer !!! Glücklicherweise kam uns die Parkwärterin hinterher und bot uns an nachdem sie Feierabend hat, wieder zurück zu kommen und bei ihr auf dem Grundstück umsonst zu schlafen. Als wir ihr zu ihrem Grundstück gefolgt sind, haben wir erwartet nur dort mit unserem Campervan zu stehen und zu schlafen. Allerdings wurden wir dann von ihr und ihrem Mann ins Haus eingeladen und wurden mit Essen mehr oder weniger zugeschüttet. Einfach super liebe und gastfreundliche Menschen, die uns sehr geholfen haben. Wir waren zu dem Zeitpunkt ja schon viel in Australien herum gekommen und hatten verschieden Akzente gehört, aber Norman der Ehemann toppte sie alle, australischer ging es nicht. Wir schliefen bei ihnen im Gästezimmer. Das Haus lag auf einem vier Hektar großen Grundstück. Sie erzählten uns, dass sie normalerweise Schafe und Kühe haben, aber zu dem Zeitpunkt hatten sie nur jede Menge Hühner. 
Am nächsten Tag wurden wir mit einem leckeren Frühstück begrüßt. Es gab Rührei mit Pilzen und Speck. Die frischen Pilze kamen aus ihrem Garten. Wie sie das Rührei gemacht hat, hatten wir auch noch nie gesehen. Sie hat es einfach nur in die Mikrowelle gestellt und dann war es fertig.
Danach sind wir mit Merle den Great Ocean Road Drive entlang gefahren. Wir haben nach Walen und anderen Tieren Ausschau gehalten, aber "nur" Delfine gesehen. Gleich nachdem wir zurück beim Haus waren, sind wir mit unserem Van in den Cape Le Grande National Park gefahren, der in etwa 40 km Östlich von Esperance liegt. Das Wetter war bewölkt aber wir hatten Glück und es regnete nicht. Am Counter war niemand der den Eintritt entgegen nahm und somit gab es nur eine "Ehrlichkeitsbox" wo man die 10$ in einem Umschlag rein schmeißen sollte. Da wir gute Menschen sind, haben wir 10$ Eintritt bezahlt. Der National Park hatte unwahrscheinlich weiße Strände und so Türkises Wasser und war sehr beeindruckend. Norman und Merle luden uns für eine weitere Nacht bei ihnen ein. Allerdings waren sie an diesem Abend zum Essen eingeladen. Trotzdem kochte Merle für ein Abendessen und entschuldigte sich am Ende, dass sie keinen Nachtisch hätte. Es gab Lammkotlett und Gemüse. Wir waren überrascht, da wir das nicht erwartet hatten. Bevor sie losgegangen sind, haben wir zusammen Pilze für das nächste Frühstück gesammelt. Danach hat Norman uns sein eigenes kleines "Museum" präsentiert. Er hatte einen alten Chevrolet und weitere 1000 alte Gegenstände. Am Abend haben wir dann noch einen Film geguckt und sind dann schlafen gegangen, da wir früh am Morgen weiter nach Albany wollten.
Unser vierter Tag begann mit einem weiteren leckeren Frühstück. Kurz bevor wir los wollten, packte Merle uns eine Tasche mit frischen und gekochten Pilzen und 12 Eiern, und Norman hatte für uns ein frisches Huhn gerupft und gekocht und gab uns dies mit auf dem Weg. So sind wir an ein ganzes Huhn geraten. Da Merle sich Sorgen wegen der Kälte machte, packte sie uns zwei weitere Decken ein. Wir wurden herzlich verabschiedet und weiter ging die Fahrt nach Albany. Nach fünf Stunden monotoner Fahrt kamen wir endlich in Albany an. Auf dem Weg haben wir uns Two Peoples Bay und Little Beach angeschaut und hatten zudem auch noch sehr gutes Wetter. Erster Stop war das Infocenter indem wir nach Free Camping Areas gefragt haben. Wir hatten Glück, denn ein wunderschöner Campingplatz lag direkt am Strand welcher Cosy Corner Beach hieß. Dort waren wir dieses Mal nicht alleine. Zum Abendessen kochten wir uns (wie sollte es auch anders sein) Nudeln mit Tomatensoße, Pilze und dem frischen, köstlichen Huhn. Unser Essen aßen wir direkt am Strand beim Sonnenuntergang. Da der Campingplatz umsonst war, gab es keine Wascheinrichtungen, nur ein Plumpsklo was sehr gestunken hat. Als wir dann schlafen wollten, wuselte ein kleines Rattentier neben unserem Van und wollte unser Essen klauen. Da hatte es sich aber die falschen Kandidaten ausgesucht. Wir sperrten es aus und schliefen alleine. 
Am fünften Tag sind wir morgens ohne Frühstück zum Torndirrup National Park um uns The Gap, The National Bridge und The Blowholes anzugucken. Die Blowholes waren allerdings ein absoluter Flopp, da es Windstell war. Wir sind zu einem Strand gefahren, der Frenchmans Bay heißt und haben dort gefrühstückt. Danach hatten wir genug von Albany und sind weiter nach Denmark gefahren. Wir haben wieder nach Walen Ausschau gehalten, aber hatten kein Glück und es fing an zu regnen. Dann sind wir zum William Bay National Park gefahren und haben die Elephant Rocks, Green Pools und den Madfish Beach besucht. Das Wetter wurde immer schlechter und somit machten wir uns auf den Weg zum Tree Top Walk welcher auf den Weg nach Walpole liegt. Wir wollten auf einem weitere kostenlosen Campingplatz schlafen, allerdings gab es diesen nicht mehr sondern nur eine Verwarnung dass man $100 bezahlen muss, falls man erwischt wird. Also sind wir zum nächst gelegenen Campingplatz gefahren. Eine alte Frau begrüßte uns und wir waren die Einzigen auf dem gesamten Campingplatz. Aufgrund des Regens mussten wir den restlichen Tag im Auto verbringen, da es nicht mehr aufgehört hat. 
Am nächsten Tag begrüßte uns die Sonne und wir machten Frühstück. Es gab Pilze und Eier. Nachdem wir geduscht hatten, sind wir zum hoch gelobten Tree Top Walk gefahren. Nachdem wir dort fertig waren, fing es wieder an zu regnen, sodass wir zwei weitere Stops auslassen mussten und uns gleich auf dem Weg nach Walpole gemacht haben. Eine sehr nette Frau im Infocenter hatte uns einen Tagesplan vorgeschlagen welchen wir auch umgesetzt haben. Der Plan war zu einem Lookout über Walpole, zu einem riesen Tingletree und zu den Circular Pools zu fahren. Danach sind wir zum Mount Frankland und zu den Fernhook Falls gefahren. Dann ging es eine Stunde weiter nach Northcliffe und dann ging es für die Nacht in den Süden direkt an die Küste nach Windy Habour. Wir haben unseren Campingplatz günstiger als normal bekommen, weil alte Menschen immer Rabatte bekommen… Leider fing es wieder an wie aus Eimern zu schütten und wir hatten keine Chance noch an den Strand zu gehen. Wegen des Regens haben wir direkt neben der kleinen Kochstelle geparkt um dort unser Abendessen zu machen und um den Regen zu entkommen. Dieses Mal gab es Hühnchen und Gemüsesuppe und wie sollte es anders sein, natürlich auch mit Pilzen. Langsam konnten wir keine Pilze mehr sehen von daher haben wir einem anderen Camper mit dem wir ins Gespräch kamen, Pilze abgegeben. Unser Auto mussten wir dann nochmal um parken, weil sich um unser Auto tiefe Pfützen bildeten. Der Regen wurde die gesamte Nacht nicht weniger und es herrschte ein sehr starker Wind. Das Schlafen war nicht sehr erholsam, da das Auto wie ein Schiff schaukelte und uns daher etwas beunruhigte dass wir gleich umkippen.
Dann fing auch schon der siebente Tag an. Es schien zum Glück die Sonne und es ging gleich weiter in den D‘Entrecasteaux National Park. Dort besuchten wir den Salomon Bay, Tookalup und den D’Entrecasteaux Point. Es war weiterhin sehr windig aber wir blieben vom Regen verschont. Von dort aus sind wir auf direktem Wege nach Pemberton, wo wir einen Pancake Cake und einen Blueberry Muffin, der allerdings aus Äpfeln bestand, gefrühstückt haben. Wir haben für Pemberton viel Zeit eingeplant, da wir dachten dass es dort sehr viel Verschiedenes zu sehen gibt. Aber wie sich dann im Information Center heraus gestellt hat, gab es nicht ganz so viel zu sehen. Letztendlich haben wir uns entschieden zu dem Warren National Park zu fahren um einem 65m hohen Baum zu sehen, den man hochklettern darf. Allerdings war es durch die Nässe zu rutschig und demnach auch zu gefährlich. Außerdem sind wir noch in den Beedelup National Park gefahren um die Beedelup Falls zu sehen.
Weiter ging die Reise nach Augusta, der Anfang vom berühmten Magaret River Gebiet. Augusta ist für ihren Leuchtturm bekannt, den wir uns auch angeguckt haben. Unglücklicherweise fing es dann mal wieder an zu regnen und es war besonders ärgerlich, da man 5$ Eintritt bezahlen musste um nur in die Nähe des Turmes zu gelangen. Es gab keinen Grund uns länger in Augusta aufzuhalten, deswegen haben wir uns auf den Weg nach Prevelly Beach gemacht, welcher sehr in der Nähe von dem Ort Magaret River liegt. Dort haben wir einen Strandspaziergang gemacht, da dieser zwei Minuten von unserem Campingplatz entfernt war. Als wir unsere Ravioli gemacht haben, gesellte sich ein weiterer Freund zu uns. Dieser war ein schwarzer Hund und wich uns für lange Zeit nicht mehr von der Seite.
Den Tag darauf, sind wir gleich weiter gefahren ohne zu frühstücken. Unser nächstes Ziel war das Margeret River Information Centre. Wir wussten schon vorher, das in diesem Abschnitt unserer Strecke viele Attraktionen auf uns warten aber als wir die eine mijon Broschüren und Aushängeschilder im Infocenter gesehen haben, waren wir dezent überfordert. Zum Glück gibt es dort immer sehr hilfsbereite Damen und Herren. In unserem Fall eine ältere Dame, sie hatte uns geholfen einen Plan für die nächsten knappen zwei Tage auf zu stellen. Ein bis zwei Dinge haben wir leider ausfallen lassen müssen, weil wir diese finanziell nicht stemmen konnten. Zum Beispiel ein Maisfeldlabyrinth für 20$. Nicht mit uns. Als nächstes haben wir versucht zum Margeret River Mouth zu kommen. Auch das stellte sich leider als gescheitert heraus, da wir auf Grund von Baustellen nicht ganz bis dorthin vordringen konnten und die Mündung nur aus der Ferne erahnen konnten. Schade aber auch. Beruhigender weise hat sich unser nächster Halt als ein Geglücktes Vorhaben herausgestellt. Wir sind zu den Meekadarbee Falls gefahren, die auf dem Weg zu unserem nächsten Stop lagen. Sehr süße kleine Wasserfälle. Die große Frage ist immer, wie bekomme ich den Wasserfall auch wirklich im Ganzen aufs Bild ohne ins Wasser zu fallen?! Auf dem zweiten Teil unseres Tagespensums, lagen verschiedene Fabriken und Verkostungsstellen von Wein, Schokolade, Olivenöl, Eis, Stoffen und Seife. Die Schokoladenfabrik war unser Highlight. Ein Traum für jeden der Schoki liebt. Und das tun wir. Außerdem waren wir an dem Tag noch in einer Silkstoffherstellung, die tolle lange Kleider aus traumhaft weichem Stoff herstellt, die man sich leider beim besten Willen nicht leisten kann. Das Letzte wo wir an dem Tag waren, war eine Olivenölfabrik mit Ölsorten, die wir vorher noch nie gesehen haben. Wie zum Beispiel Vanille Öl. Für die Übernachtung an diesem Tag, haben wir uns eine Übernachtung auf einem drei Sterne Campingplatz geleistet. Der Grace Town Caravan Park. Zum Sonnenuntergang sind wir dann noch mit dem Auto zum Wasser gefahren und hatten auf ein Riesen Spektakel gehofft, daraus wurde allerdings nichts, da die frechen Wolken uns die Sicht versperrt haben. Ein dicker FAIL. Abends mussten wir zum Glück nichts mehr kochen. Wir hatten noch eine ausreichende Portion Nudelsalat übrig. Am neunten Tag unserer Reise haben wir noch weitere von den oben schon erwähnten Herstellungsorten besucht. Darunter war noch eine Schokoladenherstellung und eine Olivenplantage. Den krönenden Abschluss haben wir uns mit zwei großen Eisbechern geleistet. Nena hatte die Sorten Rasberry, Lemon Lime Bitters und Cookies. Linda hatte drei genau gegenteilige Sorten. Nämlich Coconut Chocolate, Honey Munch und Applepie. Jeder so wie er es gerne hat. In der Gegend des Margerete River haben wir alles gesehen, was wir sehen wollten, also haben wir uns weiter auf den Weg in den Norden gemacht, nach Cape Naturaliste. Dort haben wir VERSUCHT einem Wanderweg zu folgen, am Ende haben wir aber die Wegweiser verloren und haben uns im Gebüsch verlaufen. Gut das Linda nur FlipFlops zum Wandern an hatte. Auf dem Rückweg von dort sind wir nach Yallingup. Unsere nächste Nacht haben wir in Busselton verbracht. Wie immer haben wir als erstes das Infocenter angefahren. Im Gegensatz zu sonst, waren sie uns in Busselton nicht sehr hilfreich. Wir hatten denen wohl offensichtlich zu wenig Geld, dass sie hätten verdienen können. Die Stadt hat einen sehr reichen Eindruck gemacht. Alles war sehr sauber,geordnet und überall Familienhäuser. Aber einen erschwinglichen Campingplatz gab es dann doch. Allerdings haben wir einen Platz bekommen nur zwischen Dauercampern. Unser Van sah so mickrig aus. Am Abend sind wir dann nochmal zum Wasser gelaufen. Der Abend war schön, aber doch gab es wieder keinen Wolkenfreien Sonnenuntergang. Den nächsten Tag haben wir mit einem Spaziergang auf dem ewig langen Steg mit den drei blauen Häuschen in Busselton gemacht. Und danach waren wir bei McDonalds frühstücken. Hmmmm.....lecker. Nach einem entspannten Vormittag ging die Fahrt weiter nach Bunbary. Zum Glück ging die Reise weiter, weil auf den Campingplätzen in Busselton spuken die Duschköpfe. Als Nena morgens duschen war, ist ihr Duschkopf explodiert. Herr Gott weiß wie das passiert ist. Es muss der heilige Geist gewesen sein. In Bunbury hat uns die Frau im Informationscenter einen guten Plan aufgestellt um sich die kleine Stadt anzuschauen. Eine schöne kleine Stadt, aber nicht besonders aufregend. Deshalb sind wir schon relativ früh zum nächsten Campingplatz gefahren. Diesen Caravanpark haben wir vorher empfohlen bekommen. Dieser Platz lag am Ende einer Landzunge, die ins Wasser ragt. Es ist ein öffentlicher Platz, bei dem der Ranger abends vorbeifährt und 7$ einsammelt. Wir hatten aber Glück und er kam nicht vorbei, wahrscheinlich weil es Nebensaison war. Während wir unsere Nudeln mit Tunfisch-Tomatensoße zu Abendbrot genossen, kamen uns zwei Kängurus zum Streicheln nahe. Um sie wirklich zu streicheln, waren sie zu scheu, auch unsere Nudeln wollten sie nicht. Vor dem Abendessen sind wir noch zum sehr nahe gelegenen Strand gefahren bzw. Gelaufen. Dort haben wir noch eine Sandburg gebaut, die nur mehr oder weniger gelungen war. Und zu Lindas Glück wurde sie von einer Flutwelle erwischt und ihr gesamtes eines Hosenbein war pitschepatsche nass. Die Kängurus sind uns auch am nächsten Morgen, auf dem längeren Rückweg zur Hauptstraße, andauernd vors Auto gelaufen. Manchmal war es echt knapp am Auto vorbei. Aber Nena hat es ohne Unfälle und mit Lindas Hilfe sicher geschafft. Nachdem wir das überlebt hatten, ging die Reise weiter nach Mandurah. Außer einen ganz schönen Hafen gab es dort nicht sehr viel. Weil es nicht so viel zu sehen gab, haben wir uns jeder ein maßlos überteuertes Egg Benedict gegönnt. Teuer, aber super ober hammer lecker! An einem unserer letzten Tage, wollten wir eigentlich auf die Pinguin Island. Allerdings hat sich erst kurz bevor wir dort hin wollten, herausgestellt dass die Insel für Besucher gar nicht geöffnet ist. Die Pinguine hatten Brutzeit. Daraufhin haben wir unseren Plan komplett geändert und sind drei Stunden nördlich von Perth zu den Pinacles gefahren, die wir uns auch gleich am Anreisetag noch angeschaut haben. Auch diese Nacht haben wir auf einem Campingplatz verbracht, dem Pinacle Caravan Park. Nach dem wir jeder unsere Portion Mac and Chees verputzt hatten, sind wir noch zum Wasser gegangen, welches direkt neben dem Campingplatz lag, um endlich einen schönen Sonnenuntergang zu sehen. Kurz bevor wir gerade zurückgehen wollten, kommt ein komischer Junge zu uns und versucht uns noch auf eine Party mitzunehmen. JA GENAU. Nein danke, wir verziehen uns lieber in unseren schnuckeligen, kuscheligen Van. Und dann war auch schon unser vorletzter Tag im Van angebrochen. An diesem Tag haben wir uns dann wieder auf den Weg zurück in den Süden gemacht. Zwischendurch haben wir noch bei den Sanddünen in Lancelin angehalten. Lancelin ist ein Dorf wie Mitchell. Der einzige Grund, warum dort überhaupt Menschen gestoppt haben, sind die Sanddünen. Zwischendurch auf der Fahrt dorthin, haben wir noch an verschiedenen Lookouts angehalten. Da wir immer noch ein bisschen Zeit hatten an diesem Tag, haben wir einen Strand angefahren und haben uns ein wenig gesonnt. Allerdings, wer schon mal in Australien war, weiß dass man es nicht lange in der prallen Sonne aushalten kann. Nachdem wir genug von der Sonne hatten sind wir ins Avon Valley gefahren. Ein Naturgebiet im Landesinnern. Dort haben wir auf dem mit Abstand schönsten Campingplatz übernachtet. Mitten im Wald, der aber nur so dicht bewachsen ist, dass die Sonne noch genügend Licht gespendet hat. Der Platz hatte auch eine klitzekleine Küche in der wir unser Essen zubereiten konnten. Auf der Abfahrtsstraße zu diesem Campingplatz ist ein sehr komischer LKW Fahrer immer schnell und dann wieder langsam gefahren. Dadurch sind wir dann von hinten zu nah an den LKW herangekommen, es wurden kleine Steine hochgeschleudert, und da hatten wir den Salat. Ein Steinschlag mitten auf der Scheibe. Kaum, dass wir auf dem Campingplatzangekommen sind, ist Nena in Panik ausgebrochen und hat den gesamten Mitvertrag so oft gelesen, dass sie ihn fast auswendig konnte. Linda hat versucht sie zu beschwichtigen und hat versucht ihr zu erklären, dass die Versicherung, für die wir viel Geld bezahlt haben, das übernimmt. Natürlich war Linda dadurch aber auch verunsichert. Und um sicher zu gehen, haben wir kurz nachdem es passiert ist, gleich bei der Autovermietung angerufen und haben den Schaden gemeldet. Der Mann am Telefon, hat wie schon gesagt, noch einmal bestätigt, dass alles abgedeckt ist von der Versicherung. Nachdem wir dann am nächsten Tag noch einen kleinen Spaziergang gemacht haben, konnten wir uns beruhigt auf den Weg nach Perth machen. Durch die Planänderung waren wir schon einen Tag früher in Perth und haben deshalb noch eine Nacht bei Lindas Verwandten übernachtet. Am letzten Abend in Perth haben wir an einem kleinen Strand unseren letzten Australischen Sonnenuntergang beobachtet. Der Strand lag gegenüber von Down Town, direkt am Wohngebiet von Lindas Verwandten. Am nächsten Morgen lief die Abgabe des Campervans problemlos und wir konnten unsere letzten Sachen packen, bevor Madeleine uns zum Flughafen gefahren hat.
Von Perth ging es nach Brisbane. Dort haben wir einen GANZEN Tag auf unseren Anschlussflug nach Singapore gewartet, weil diese Flugkombination deutlich günstiger war. Und in Singapur ging das Abenteuer weiter.........

Die Zeit in Australien war nun Zuende...

Dori & Nemo

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