Wir hängen mit unseren Blogeinträgen etwas hinterher,
natürlich ist daran nur der fehlende Internetzugang Schuld und nicht etwa wir
Nach Noosa sind wir mit unserem Hop On Hop Off Greyhound
Busticket nach Rainbowbeach gefahren, ein kleines Dorf mit wenig Einwohnern und
ohne Handyempfang direkt am Strand. Das ist unsere erste Tour, die wir mit
Travelbugs (Reisebüro für Backpacker) gebucht haben. Nachdem wir für die erste
Nacht in dem Hostel eingecheckt hatten, mussten sich alle Teilnehmer der Tour
eine DVD über sicheres Fahren, Campen und wilde Dingos ansehen. Diese war sehr
„nützlich“, weil im Endeffekt der Tourguide nochmal was komplett anderes
erklärt hat. Am Nachmittag hatten wir noch etwas freie Zeit um uns Rainbowbeach
anzugucken und vom Hostel wurde ein Bushwalk organisiert. Wir hatten keine
besonders großen Erwartungen aber wurden überrascht. Der Walk endete auf einer
riesen Sanddüne. Auf der einen Seite direkter Blick zum Meer und auf der
anderen Seite über Rainbowbeach und die Natur. Sandboarding wurde auch
angeboten. Linda ist die Dünen herunter gesaust und hat jede Menge Sand
abbekommen. Nena hat auf diese Erfahrung verzichtet.
Am nächsten Tag haben sich alle um 7.30 Uhr morgens
getroffen. Die Tour wurde nochmals kurz erklärt und die Autos wurden beladen.
Eine Gruppe von acht Personen besaß jeweils ein Auto. Unsere Gruppe bestand aus
vier Deutschen (Deutsche sind ÜBERALL), zwei Schweitzer, ein Holländer und eine
Schwedin die auch Linda hieß aber es nicht so drauf hat wie Linda aus Berlin.
Dann gings endlich los. Wir sind in einer Karawane zur Fähre nach Fraser Island
gefahren.
Ein paar Infos über Fraser Island, die man unbedingt wissen
sollte: Fraser Island ist die größte
Sandinsel der Welt (123km lang und an der breitesten Stelle 22km breit). Eines
der wenigsten Orte der Welt, wo der Regenwald auf Sand wächst.
Auf der Insel angekommen, wurde erstmal eine Weile am Strand
gefahren und dann ging es durch den Regenwald und tiefen Sand zum Lake
McKenzie. Der See ist einer der klarsten Seen der Welt und hat so feinen Sand,
dass damit Schmuck und Glas poliert werden kann. Wir beide waren sehr
beeindruckt von dem blaunen Wasser, dem weißen Sand und die idyllische Natur
drum herum. Bilder sprechen für sich.
Linda probierte sich die Namen unserer Gruppe zu merken.
Nach einiger Zeit geling es ihr bei den Meisten, doch ein Name machte ihr
Schwierigkeiten. Der Holländer heißt Cornelius und irgendwie hat Linda zuerst
Gerome raus gemacht und blieb sie bei Geronimo hängen. Damit hatte Cornelius
seinen Spitznamen weg und wurde von allen Geronimo genannt, was er nicht so
toll fand aber nicht ändern konnte.
Danach sind wir zum berühmten Schiffswrack gefahren. Das
Schiff heißt Maheno und war einmal ein Passagierschiff. Durch einen Unfall ist
es auf der Insel gestrandet. Jedoch ist wie ein Wunder damals niemand ums Leben
gekommen, von daher ist es kein tragisches Ereignis.
Daraufhin ging es dann in unser Camp. Es wurde gesagt, dass
man sich eventuell ein Zelt zu dritt teilen muss, deswegen haben wir einen Plan
geschmiedet. Nena hat die Matten zum Schlafen geholt und Linda hat in der Zeit
ein Zelt für uns beide alleine gesichert.
Abends haben die Gruppen aus den verschiedenen Autos (es
waren vier Autos) Abendessen gekocht. Es gab Steak. Wir beneideten
währenddessen die anderen Gruppen die ihre Cookies noch hatten, da unsere
Gruppe die gesamte Cookiepackung, die für drei Tage gedacht war, am ersten Tag
verschlungen hat. Welche eine Überraschung mit uns zwei an Bord. Am späteres
Abend haben wir noch gemütlich um ein Lagerfeuer gesessen und gequatscht und
gelacht. Wir sind nicht all zu spät in unser Zelt, da wir doch sehr müde
irgendwann wurden. Unser Zelt war super und unsere Schlafsäcke auch, bloß
konnte man auf den 5 mm dicken Matten nicht ganz so bequem und tief schlafen.
Am nächsten Morgen hieß es um 7.30 Uhr aufstehen und Frühstück machen. Der
zweite Tag ging los. Wir fuhren zu den Champagne Pools. Diese „Pools“ sind von
der Natur aus erschaffende Becken direkt am Meer. Im Meer selbst sollte man
nicht schwimmen gehen, da die Haie direkt an der Küste brüten und die Gefahr
sehr hoch ist ein Haigericht zu werden.
Danach sind wir zum Indian Head gefahren. Dort mussten wir
mit unseren Flipflops hinauf klettern. Das war es aber wert, da wir eine
fantastische Aussicht über Fraser Island und auf den Ozean genießen
konnten. Von dort Oben haben wir eine
Schildkröte im Meer schwimmen sehen. Racker wollte Nemo und Dori begrüßen.
Leider haben wir beide den Hai verpasst.
Dann sind wir mit großen Erwartungen weiter gefahren. Wir
hielten an einer kleinen Pfütze direkt am Strand an. Nachdem unser Tourguide
meinte „Jetzt könnt ihr nochmal schwimmen gehen“, dachten wir uns, dass das im
flachen Wasser nicht unbedingt sein muss.
Doch dann haben wir ihn ausreden lassen und erfahren, dass Eli Creek der
größte Frischwassercreek der Insel ist, der 80 Millionen Liter frisches
Trinkwasser täglich in den Ozean pumpt. Wir sind dann um die Ecke zur Quelle
gelaufen und waren beeindruckt. Wir glitten ins Wasser und haben uns von der
Strömung zurück zum Strand (zur Pfütze) treiben lassen.
Der zweite Abend endete wie der erste, nur dass wir ein
wenig später ins Bett sind und es ein Reisgericht gab.
Am dritten und letzten Tag sind wir wieder um 7.30 Uhr
aufgestanden, haben gefrühstückt und alles eingepackt. Wir sind zum Lake Wabby
gefahren. Erst einmal mussten wir ca. 40 Minuten durch die pralle Sonne und
heißen Sand hinlaufen. Endlich dort angekommen sprangen wir alle wie die
verrückten in den See. Der See war nicht besonders groß, aber direkt am
Regenwald und an einer riesen Sanddüne gelegen. Lake Wabby war an der tiefsten
Stelle um die 13 Meter tief. Große Fische sind um uns herum geschwommen und
haben sich nicht besonders für uns interessiert. Danach sind wir zurück
gelaufen, haben unser Lunch gegessen, sind in die Autos gestiegen und sind
zurück nach Rainbowbeach gefahren.
Wir hatten beide sehr Glück, da man normalerweise nur ab 21
Jahren fahren darf. Aber wir sind so gute Fahrer, dass man uns fahren gelassen
hat. Es hat unwahrscheinlich viel Spaß gemacht.
Wir hatten noch eine weitere Nacht in dem selben Hostel in
Rainbowbeach. Am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus weiter nach Bundaberg.
Cheers
Dori & Nemo
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| Linda beim Sandbording |
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| Sanddüne in Rainbow Beach |
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| Die Karavane zieht weiter, der Sultan hat Durst... |
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| Niemandem haben die Muscheln geschmeckt, außer uns. Wir haben sie selbst aus dem Sand ausgegraben. |
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| Lake McKanzie - Bilder sagen mehr als Worte (Bikinibilder werden wir nicht hochstellen) |
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| Schiffswrak Maheno |
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| Nena gibt Kochanweisungen HA HA HA |
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| Unsere Autocrew (ganz rechts steht Geronimo) |
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| Linda guckt immer gerade aus... |
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| Champange Pools- direkt am Meer |
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| Indian Head |
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| Fraser Island |
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| Eli Creek mit Otto |
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| Unsere Nobelsuite für zwei Nächte |
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| Schweizer Crewmitglieder |
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| 40 minütiger Marsch zum Lake Wabby |
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| Sand weit und breit und überall |
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| Unser Ziel - Lake Wabby |
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