Sonntag, 9. Dezember 2012

Fische im Land der Haie


Wir hängen mit unseren Blogeinträgen etwas hinterher, natürlich ist daran nur der fehlende Internetzugang Schuld und nicht etwa wir
Nach Noosa sind wir mit unserem Hop On Hop Off Greyhound Busticket nach Rainbowbeach gefahren, ein kleines Dorf mit wenig Einwohnern und ohne Handyempfang direkt am Strand. Das ist unsere erste Tour, die wir mit Travelbugs (Reisebüro für Backpacker) gebucht haben. Nachdem wir für die erste Nacht in dem Hostel eingecheckt hatten, mussten sich alle Teilnehmer der Tour eine DVD über sicheres Fahren, Campen und wilde Dingos ansehen. Diese war sehr „nützlich“, weil im Endeffekt der Tourguide nochmal was komplett anderes erklärt hat. Am Nachmittag hatten wir noch etwas freie Zeit um uns Rainbowbeach anzugucken und vom Hostel wurde ein Bushwalk organisiert. Wir hatten keine besonders großen Erwartungen aber wurden überrascht. Der Walk endete auf einer riesen Sanddüne. Auf der einen Seite direkter Blick zum Meer und auf der anderen Seite über Rainbowbeach und die Natur. Sandboarding wurde auch angeboten. Linda ist die Dünen herunter gesaust und hat jede Menge Sand abbekommen. Nena hat auf diese Erfahrung verzichtet.
Am nächsten Tag haben sich alle um 7.30 Uhr morgens getroffen. Die Tour wurde nochmals kurz erklärt und die Autos wurden beladen. Eine Gruppe von acht Personen besaß jeweils ein Auto. Unsere Gruppe bestand aus vier Deutschen (Deutsche sind ÜBERALL), zwei Schweitzer, ein Holländer und eine Schwedin die auch Linda hieß aber es nicht so drauf hat wie Linda aus Berlin. Dann gings endlich los. Wir sind in einer Karawane zur Fähre nach Fraser Island gefahren.
Ein paar Infos über Fraser Island, die man unbedingt wissen sollte:  Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt (123km lang und an der breitesten Stelle 22km breit). Eines der wenigsten Orte der Welt, wo der Regenwald auf Sand wächst.
Auf der Insel angekommen, wurde erstmal eine Weile am Strand gefahren und dann ging es durch den Regenwald und tiefen Sand zum Lake McKenzie. Der See ist einer der klarsten Seen der Welt und hat so feinen Sand, dass damit Schmuck und Glas poliert werden kann. Wir beide waren sehr beeindruckt von dem blaunen Wasser, dem weißen Sand und die idyllische Natur drum herum. Bilder sprechen für sich.
Linda probierte sich die Namen unserer Gruppe zu merken. Nach einiger Zeit geling es ihr bei den Meisten, doch ein Name machte ihr Schwierigkeiten. Der Holländer heißt Cornelius und irgendwie hat Linda zuerst Gerome raus gemacht und blieb sie bei Geronimo hängen. Damit hatte Cornelius seinen Spitznamen weg und wurde von allen Geronimo genannt, was er nicht so toll fand aber nicht ändern konnte.
Danach sind wir zum berühmten Schiffswrack gefahren. Das Schiff heißt Maheno und war einmal ein Passagierschiff. Durch einen Unfall ist es auf der Insel gestrandet. Jedoch ist wie ein Wunder damals niemand ums Leben gekommen, von daher ist es kein tragisches Ereignis.
Daraufhin ging es dann in unser Camp. Es wurde gesagt, dass man sich eventuell ein Zelt zu dritt teilen muss, deswegen haben wir einen Plan geschmiedet. Nena hat die Matten zum Schlafen geholt und Linda hat in der Zeit ein Zelt für uns beide alleine gesichert.
Abends haben die Gruppen aus den verschiedenen Autos (es waren vier Autos) Abendessen gekocht. Es gab Steak. Wir beneideten währenddessen die anderen Gruppen die ihre Cookies noch hatten, da unsere Gruppe die gesamte Cookiepackung, die für drei Tage gedacht war, am ersten Tag verschlungen hat. Welche eine Überraschung mit uns zwei an Bord. Am späteres Abend haben wir noch gemütlich um ein Lagerfeuer gesessen und gequatscht und gelacht. Wir sind nicht all zu spät in unser Zelt, da wir doch sehr müde irgendwann wurden. Unser Zelt war super und unsere Schlafsäcke auch, bloß konnte man auf den 5 mm dicken Matten nicht ganz so bequem und tief schlafen. Am nächsten Morgen hieß es um 7.30 Uhr aufstehen und Frühstück machen. Der zweite Tag ging los. Wir fuhren zu den Champagne Pools. Diese „Pools“ sind von der Natur aus erschaffende Becken direkt am Meer. Im Meer selbst sollte man nicht schwimmen gehen, da die Haie direkt an der Küste brüten und die Gefahr sehr hoch ist ein Haigericht zu werden.
Danach sind wir zum Indian Head gefahren. Dort mussten wir mit unseren Flipflops hinauf klettern. Das war es aber wert, da wir eine fantastische Aussicht über Fraser Island und auf den Ozean genießen konnten.  Von dort Oben haben wir eine Schildkröte im Meer schwimmen sehen. Racker wollte Nemo und Dori begrüßen. Leider haben wir beide den Hai verpasst.
Dann sind wir mit großen Erwartungen weiter gefahren. Wir hielten an einer kleinen Pfütze direkt am Strand an. Nachdem unser Tourguide meinte „Jetzt könnt ihr nochmal schwimmen gehen“, dachten wir uns, dass das im flachen Wasser nicht unbedingt sein muss.  Doch dann haben wir ihn ausreden lassen und erfahren, dass Eli Creek der größte Frischwassercreek der Insel ist, der 80 Millionen Liter frisches Trinkwasser täglich in den Ozean pumpt. Wir sind dann um die Ecke zur Quelle gelaufen und waren beeindruckt. Wir glitten ins Wasser und haben uns von der Strömung zurück zum Strand (zur Pfütze) treiben lassen.
Der zweite Abend endete wie der erste, nur dass wir ein wenig später ins Bett sind und es ein Reisgericht gab.
Am dritten und letzten Tag sind wir wieder um 7.30 Uhr aufgestanden, haben gefrühstückt und alles eingepackt. Wir sind zum Lake Wabby gefahren. Erst einmal mussten wir ca. 40 Minuten durch die pralle Sonne und heißen Sand hinlaufen. Endlich dort angekommen sprangen wir alle wie die verrückten in den See. Der See war nicht besonders groß, aber direkt am Regenwald und an einer riesen Sanddüne gelegen. Lake Wabby war an der tiefsten Stelle um die 13 Meter tief. Große Fische sind um uns herum geschwommen und haben sich nicht besonders für uns interessiert. Danach sind wir zurück gelaufen, haben unser Lunch gegessen, sind in die Autos gestiegen und sind zurück nach Rainbowbeach gefahren.
Wir hatten beide sehr Glück, da man normalerweise nur ab 21 Jahren fahren darf. Aber wir sind so gute Fahrer, dass man uns fahren gelassen hat. Es hat unwahrscheinlich viel Spaß gemacht.
Wir hatten noch eine weitere Nacht in dem selben Hostel in Rainbowbeach. Am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus weiter nach Bundaberg.
Cheers

 Dori & Nemo
Linda beim Sandbording



Sanddüne in Rainbow Beach

Die Karavane zieht weiter, der Sultan hat Durst...

Niemandem haben die Muscheln geschmeckt, außer uns. Wir haben sie selbst aus dem Sand ausgegraben.

Lake McKanzie - Bilder sagen mehr als Worte (Bikinibilder werden wir nicht hochstellen)

Schiffswrak Maheno

Nena gibt Kochanweisungen HA HA HA

Unsere Autocrew (ganz rechts steht Geronimo)

Linda guckt immer gerade aus...

Champange Pools- direkt am Meer

Indian Head
Fraser Island

Eli Creek mit Otto

Unsere Nobelsuite für zwei Nächte

Schweizer Crewmitglieder

40 minütiger Marsch zum Lake Wabby

Sand weit und breit und überall

Unser Ziel - Lake Wabby


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