Einen genauen Plan hier zu haben, ist eher ungewöhnlich.
Eine Engländerin nickte nur wissend als wir ihr erzählt haben, dass wir keinen
Plan haben und meinte Yeah, you’re in the Australian flow. Aber erstmal von
vorne.
Letzte Woche Montag haben wir uns abends entschieden in den
Norden, nach Brisbane zu fliegen. Es gab günstige Angebote, es ist warm und wir
können dann vom Norden in den Süden „traveln“. Dienstagnachmittags sind wir
dann geflogen und es ging zu unserem neuen Hostel im Herzen vom Brisbane.
Zusätzlich hat dieses Hostel einen Pool, einen eigenen Club, eine Bar und es
gibt kostenloses und gutes Abendessen. Allerdings konnten wir das Meiste noch
nicht auskosten, weil wir die ganze Zeit arbeiten. Ja richtig, wir haben
unseren ersten Job. Als wir im Hostel angekommen sind und gegessen haben, haben
wir uns mit einem Deutschen unterhalten, der uns eine Adresse für einen Job
gegeben hat. Wir sind da am nächsten Tag hin und haben uns vorgestellt. Es war
allerdings die private Adresse von dem Jenigen und er war etwas überrascht uns
zu sehen, aber ihm gefiel unsere Motivation und am selben Tag sollten wir
Probearbeiten. Was wir machen? Nun ja, wir verkaufen Erdbeeren. Wir kommen uns
teilweise so vor wie die Rosenkäufer in Deutschland, aber so schlimm ist es
dann doch nicht. Wir sprechen Passanten an, gehen in die Läden oder verkaufen
an einer Stelle. Es ist recht anstrengend, da man die Kisten mit den Erdbeeren
die ganze Zeit mit sich tragen muss. Linda und Nena werden mit riesen Bizeps
zurück kommen. Nein, soweit wird es nicht kommen. Jedenfalls war unser
Probearbeiten gut und wir konnten nächsten Tag anfangen. Wir können so oft
arbeiten wie wir wollen. Momentan haben wir jeden Tag gearbeitet und erst am
Wochenende wieder frei. Letzte Woche Freitag haben wir uns dann ein Auto
gemietet und günstiger bekommen. Also machen wir die Straßen auch in Australien
unsicher. Zu Anfang konnte man das wohl wortwörtlich nehmen, weil es sehr
ungewohnt ist auf der linken Seite zu fahren und auf der rechten Seite zu
sitzen. Ebenso manche Verkehrsregeln. Aber „we figured it out!“. Nun sind wir
in Übung. Wir haben schon recht viel im Umkreis von Brisbane gesehen. Hauptsächlich
an der Küste, z.B. Gold Coast/ Surfers Paradise, Noosa, Sunshine Coast und
viele kleine Orte, welche typisch Australisch sind. Die Menschen sind auch sehr
freundlich, mit einigen wenigen Ausnahmen. Einer meinte zu Nena, ob sie die
Erdbeeren aus Gärten klaut und dann verkauft. Linda musste ein Test
absolvieren: Was ist zuerst so weiß wie Schnee, als zweites so Grün wie Klee
und als drittes so rot wie Blut und schmenkt allen Kindern gut?? Es ist eine
Erdbeere!! Wir fahren also rum, sehen viel und verdienen auch noch Geld. So was
ist nun der Haken? Der ist folgender: wir müssen spätestens um 5.30 Uhr wenn
wir in der „Nähe“ arbeiten um
rechtzeitig an der Farm zu sein. Morgen fahren wir nach Byron Bay und da müssen
wir um 4.30 Uhr aufstehen, weil der Weg länger ist und es sich sonst nicht
lohnt. Die Farm ist auch eine Stunde entfernt. Ach und um das nochmal zu
betonen, 4.30 Uhr MORGENS bzw NACHTS! Ja es ist hart, aber so haben wir erstmal
einen Job, sehen was und können uns noch um einen anderen Job kümmern, der
danach kommt. Zeit haben wir noch nicht wirklich dafür gefunden, weil es viel
Zeit beansprucht und sehr anstrengend ist, sodass wir immer Abends fix und
fertig ins Bett fallen. Wir freuen uns schon so sehr aufs Wochenende wie schon
lange nicht mehr. Endlich länger Schlafen!! Für die Schule aufstehen war
dagegen nichts und das fanden wir doch schon einige Male recht schwer.
Das nun erstmal zusammengefasst. Fotos kommen morgen. Wir
waren im Paradies, sprich typisch australischer Strand, aber dazu morgen oder
übermorgen mehr.
Dori & Nemo
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