Montag, 24. September 2012

Es gibt keinen Plan, wir sind im FLOW


Einen genauen Plan hier zu haben, ist eher ungewöhnlich. Eine Engländerin nickte nur wissend als wir ihr erzählt haben, dass wir keinen Plan haben und meinte Yeah, you’re in the Australian flow. Aber erstmal von vorne.
Letzte Woche Montag haben wir uns abends entschieden in den Norden, nach Brisbane zu fliegen. Es gab günstige Angebote, es ist warm und wir können dann vom Norden in den Süden „traveln“. Dienstagnachmittags sind wir dann geflogen und es ging zu unserem neuen Hostel im Herzen vom Brisbane. Zusätzlich hat dieses Hostel einen Pool, einen eigenen Club, eine Bar und es gibt kostenloses und gutes Abendessen. Allerdings konnten wir das Meiste noch nicht auskosten, weil wir die ganze Zeit arbeiten. Ja richtig, wir haben unseren ersten Job. Als wir im Hostel angekommen sind und gegessen haben, haben wir uns mit einem Deutschen unterhalten, der uns eine Adresse für einen Job gegeben hat. Wir sind da am nächsten Tag hin und haben uns vorgestellt. Es war allerdings die private Adresse von dem Jenigen und er war etwas überrascht uns zu sehen, aber ihm gefiel unsere Motivation und am selben Tag sollten wir Probearbeiten. Was wir machen? Nun ja, wir verkaufen Erdbeeren. Wir kommen uns teilweise so vor wie die Rosenkäufer in Deutschland, aber so schlimm ist es dann doch nicht. Wir sprechen Passanten an, gehen in die Läden oder verkaufen an einer Stelle. Es ist recht anstrengend, da man die Kisten mit den Erdbeeren die ganze Zeit mit sich tragen muss. Linda und Nena werden mit riesen Bizeps zurück kommen. Nein, soweit wird es nicht kommen. Jedenfalls war unser Probearbeiten gut und wir konnten nächsten Tag anfangen. Wir können so oft arbeiten wie wir wollen. Momentan haben wir jeden Tag gearbeitet und erst am Wochenende wieder frei. Letzte Woche Freitag haben wir uns dann ein Auto gemietet und günstiger bekommen. Also machen wir die Straßen auch in Australien unsicher. Zu Anfang konnte man das wohl wortwörtlich nehmen, weil es sehr ungewohnt ist auf der linken Seite zu fahren und auf der rechten Seite zu sitzen. Ebenso manche Verkehrsregeln. Aber „we figured it out!“. Nun sind wir in Übung. Wir haben schon recht viel im Umkreis von Brisbane gesehen. Hauptsächlich an der Küste, z.B. Gold Coast/ Surfers Paradise, Noosa, Sunshine Coast und viele kleine Orte, welche typisch Australisch sind. Die Menschen sind auch sehr freundlich, mit einigen wenigen Ausnahmen. Einer meinte zu Nena, ob sie die Erdbeeren aus Gärten klaut und dann verkauft. Linda musste ein Test absolvieren: Was ist zuerst so weiß wie Schnee, als zweites so Grün wie Klee und als drittes so rot wie Blut und schmenkt allen Kindern gut?? Es ist eine Erdbeere!! Wir fahren also rum, sehen viel und verdienen auch noch Geld. So was ist nun der Haken? Der ist folgender: wir müssen spätestens um 5.30 Uhr wenn wir in der „Nähe“ arbeiten  um rechtzeitig an der Farm zu sein. Morgen fahren wir nach Byron Bay und da müssen wir um 4.30 Uhr aufstehen, weil der Weg länger ist und es sich sonst nicht lohnt. Die Farm ist auch eine Stunde entfernt. Ach und um das nochmal zu betonen, 4.30 Uhr MORGENS bzw NACHTS! Ja es ist hart, aber so haben wir erstmal einen Job, sehen was und können uns noch um einen anderen Job kümmern, der danach kommt. Zeit haben wir noch nicht wirklich dafür gefunden, weil es viel Zeit beansprucht und sehr anstrengend ist, sodass wir immer Abends fix und fertig ins Bett fallen. Wir freuen uns schon so sehr aufs Wochenende wie schon lange nicht mehr. Endlich länger Schlafen!! Für die Schule aufstehen war dagegen nichts und das fanden wir doch schon einige Male recht schwer.
Das nun erstmal zusammengefasst. Fotos kommen morgen. Wir waren im Paradies, sprich typisch australischer Strand, aber dazu morgen oder übermorgen mehr.
Dori & Nemo

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